Vorschläge & Rhythmus

Wie Homecart lernt · 6 Artikel

Wie Homecart lernt

Jedes Abhaken ist ein Kauf. Aus den Abständen zwischen den Käufen eines Artikels berechnet Homecart euren Takt: „Milch etwa alle 5 Tage“. Dafür nimmt die App den Median der letzten Abstände, ein einzelner Großeinkauf verbiegt also nichts, und wenn sich euer Verhalten ändert, folgt der Takt nach wenigen Käufen.

Die Regel dahinter: lieber nichts sagen als raten. Einen Takt gibt es ab drei Käufen; sind die Abstände sehr unregelmäßig, sagt Homecart nichts voraus. Jede Behauptung lässt sich prüfen: lange auf eine Katalog-Kachel drücken zeigt den Beweis („Zuletzt gekauft vor 6 Tagen, ihr kauft Milch etwa alle 5 Tage, 7 Käufe“).

Die Frage nach dem zweiten Kauf

Zwei Käufe ergeben noch keinen Rhythmus, aber einen ersten Abstand. Ist der um, fragt Homecart vorsichtig nach: „Kurz nachgefragt: Ist Milch schon wieder dran?“ Solche Fragen sind nie vorgehakt und tragen den ehrlichen Grund „erst zweimal gekauft“. Antwortest du mit „Heute nichts davon“, schärft das den Takt. Im Widget und in der Vorabend-Erinnerung stehen nur Dinge, die die App sicher weiß.

Im Katalog siehst du außerdem, was noch fehlt: „Noch ein Kauf bei Milch, dann kennt Homecart euren Rhythmus.“

Einkaufstag und Vorabend-Erinnerung

Ab vier Einkäufen erkennt Homecart, an welchem Wochentag ihr einkauft, wenn einer deutlich heraussticht. Kauft ihr an zwei festen Tagen (etwa Mittwoch und Samstag), erkennt die App beide. Am Einkaufstag steht oben in der Liste die Karte „Heute ist euer Einkaufstag“ mit allem, was wahrscheinlich fehlt.

Am Vorabend um 19 Uhr erinnert dich Homecart, aber nur, wenn tatsächlich etwas fällig ist. Dafür musst du Mitteilungen einmal erlauben (Einstellungen → Benachrichtigungen). Was die App erkannt hat, steht unter Einstellungen → Über → Was die App gelernt hat.

Vorschläge annehmen oder ablehnen

Die Karte öffnet das Blatt „Fehlt wahrscheinlich“: alles, was laut Rhythmus dran ist, mit Begründung. Klar Fälliges ist vorgehakt, Grenzfälle hakst du selbst an. „Auf die Liste“ übernimmt die Auswahl.

Was du liegen lässt, gilt als „brauche ich gerade nicht“: Homecart fragt einen halben Takt lang nicht wieder, nach dreimal Liegenlassen gar nicht mehr, bis ihr den Artikel das nächste Mal kauft. Das gilt für den ganzen Haushalt, egal auf welchem Gerät du abgelehnt hast.

Warum schlägt Homecart etwas nicht vor?
  • Zu wenig Käufe: unter drei Käufen gibt es nur die vorsichtige Frage, unter zwei nichts.
  • Zu unregelmäßig: schwanken die Abstände stark, schweigt die App. Der Langdruck auf die Kachel sagt es dir.
  • Steht schon auf der Liste: was offen ist, gilt als leer und wird nicht nochmal vorgeschlagen.
  • Abgelehnt: dreimal liegen gelassen heißt Ruhe bis zum nächsten Kauf.
  • Gelöscht statt abgehakt: gelöschte Einträge zählen nicht als Kauf.
Doppelkauf-Bremse und „Dazu kaufst du sonst auch“

Trägst du etwas ein, das laut Rhythmus gerade erst gekauft wurde, fragt Homecart nach: „Milch wurde vor 1 Tag gekauft, ihr braucht das sonst alle 4 Tage. Trotzdem?“ Kein Blockieren, nur ein Hinweis mit Zahl.

Beim Abhaken im Laden erscheint manchmal ein Zuruf: „Dazu kaufst du sonst auch: Senf“, für Dinge, die ihr meist am selben Tag mitkauft. Ein Tipp setzt es drauf, das ✕ schafft für heute Ruhe.

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